Unser Ausflug ins Kant-Museum Lüneburg: Kant bleibt Kant

AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich
seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben
nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen.
Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
Aus: Immanuel Kant, 1784, „Was ist Aufklärung?“

Liebe Freundinnen und Freunde der Aufklärung.

Die Hamburger GBS hatte eingeladen, am Sonntag, 7. Juni, gemeinsam das Mitte März neu eröffnete Kant-Museum in Lüneburg zu besuchen. Gemeinsam von Hamburg aus angereist mit dem Regionalzug versammelten wir uns rechtzeitig vor den bekannten Räumlichkeiten des Ostpreußischen Landesmuseums. Auf dem Vorplatz posierten wir noch schnell für ein Gruppenfoto und wurden dann im Innern von der sehr freundlichen und kompetenten Frau Annette Witjes zur Führung durch die permanente Kant-Ausstellung empfangen.

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Hamburg aktiv: Wir machen mit!

Hamburg ist nicht nur eine wunderschöne Millionenstadt, sie hat auch eine große Community von aktiven Bürgerinnen und Bürgern. Deren – auffällig viele weibliche – Mitglieder engagieren sich begeistert: freiwillig und ehrenhalber!

Während Rechte – etwa von der AfD – aufmischen, stänkern, hetzen gegen Migrant:innen oder „die da oben“, gegen die „Mainstream-Medien“, gegen eine „grünrot versiffte Gesellschaft“ und sich zurücksehnen in eine „völkisch reine“ Nation, wie es sie angeblich irgendwann mal gab, engagieren sich einer offiziellen Untersuchung zufolge in der Stadt weit über 500 Tausend Menschen freiwillig für die Gesellschaft. Mehr als ein Drittel der Hamburgerinnen und Hamburger über 14 Jahre also bringen sich ein, um irgendwo für die Gesellschaft positiv tätig zu sein: Für hilfesuchende Nachbar:innen, für schwache Senior:innen, für Wohnungssuchende, für bedürftige Obdachlose, für gestrandete Migrant:innen.

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Hamburger Humanistentag 2026 – Nachlese und Folgerungen

Foto: © Ricarda Hinz
Der vom Säkularen Forum Hamburg e.V. am 21.März 2026 gestaltetle Hamburger Humanistentag in der Patriotischen Gesellschaft von 1765 liegt hinter uns.
Alle Referenten waren trotz U-Bahn-Streik da, aber manche Besucher haben deswegen aufgeben müssen.

Im Forum Rederaum am Di., 14. April 2026, haben wir die bunte Vielfalt des Humanistentages noch einmal Revue passieren lassen, es wurde über die 17 Themenkreise und über die Themen und Eindrücke diskutiert.

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Hamburger Women’s March zeigt: Der Kampf um universelle Frauenrechte bleibt aktuell

Am Vortag des Internationalen Frauentags versammelten sich in Hamburg bis zu 200 Menschen zum Women’s March, organisiert von der Initiative International Women in Power (IWP)1 der Kulturbrücke Hamburg. Die Demonstration richtete sich gegen Unterdrückung und religiösen Fanatismus, trat ein für die universellen Menschenrechte von Frauen, weltweit und in Deutschland.

Die Reden und Performances der Veranstaltung machten deutlich: Der Einsatz für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Säkularität bleibt eine gesellschaftliche Daueraufgabe, die Solidarität über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg erfordert.

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15 Jahre GBS Hamburg – ein Grund zum Feiern!

Am 27. Januar feierte die Hamburger Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung ihren 15. Jahrestag. Am gleichen Tag allerdings jährte sich auch zum 81. Mal die Befreiung des NS-Konzentrationslagers Auschwitz. Und Jan Sikora, unser Erster Vorsitzender, vergaß nicht, diesen wichtigen Gedenktag in seiner Eröffnungsrede vor den zahlreich erschienen Gästen zu erwähnen. NIE WIEDER!

Gefeiert wurde in den Räumen des indischen Restaurants Shalimar, wo später bei den schmackhaften Gerichten auch beherzt zugegriffen wurde. Die Veranstaltung begann mit den Grußworten des GBS-Sprechers Michael Schmidt-Salomon per Video. Leider konnte er nicht live dabei sein. Und auch Philipp Möller, Vorsitzender des Zentralrats der Konfessionsfreien (ZdK), hatte wegen Erkrankung in letzter Minute bedauerlicherweise absagen müssen. Nach seiner Genesung hat er dies nun nachgeholt. Hier ist sein Grußwort.

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gbs-Jahresrückblick 2025

Ist der Humanismus noch zu retten?

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ – ein Versprechen, das heute so massiv unter Druck steht wie selten zuvor. Während autoritäre Mächte weltweit religiös-nationalistische Identitäten gegen die universellen Menschenrechte ausspielen, hält die gbs mit ihrem Schwerpunktthema dagegen: „Mein Kopf gehört mir!“ Wie unverzichtbar dieser Einsatz im vergangenen Jahr war, zeigt unser Rückblick auf die prägenden Stiftungsaktivitäten 2025.

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Wir müssen sprechen!
Beschneidung darf nicht länger Tabu-Thema sein!Auch Jungen haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit!

Für den 11. November 2025 hatte das Hamburger Säkulare Forum, das neun säkulare Organisationen der Hansestadt vertritt, zum Thema „Beschneidung von Jungen ohne Indikation“ eingeladen. Schon der Untertitel im Einladungstext „Medizinische, gesellschaftliche und ethische Perspektiven auf eines der größten Tabu-Themen im deutschen Kinderschutz“ deutet die Brisanz des Themas an.

Wir müssen sprechen!
Beschneidung darf nicht länger Tabu-Thema sein!Auch Jungen haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit!
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fowid-Tagung zu den Ursachen und Folgen der Säkularisierung

Unser Trip am 25. Oktober zur Veranstaltung von fowid (Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland) in Berlin, „Weg in die säkulare Gesellschaft“, begann schon in aller Herrgottsfrühe (häh? 😳) am Hamburger Hauptbahnhof. Immerhin waren wir zu fünft, 2 Frauen, 3 Jungs 😉. Vor Ort hat sich unsere Hamburger Gruppe dann durch Holger auf sechs Personen vergrößert.

Drei Bahn-Stunden später Ausstieg Berlin-Gesundbrunnen, Eintritt ins imposante Gebäude der Friedrich-Ebert-Stiftung, wo die Fachtagung stattfinden sollte. Toll: großer beleuchteter Vortragssaal mit 150 Plätzen, von denen offensichtlich alle vorbestellt waren. Ausgebucht! Große Bühne mit riesiger Wand-Projektion und dicken Lautsprechern. Die Sitze alle versehen mit Namensschildern der angereisten Gäste. Und im Foyer gleich mehrere Bars für Getränke, Kuchen, Knabberkekse und schon dem Geschirr für das üppige Mahl in der Mittagspause. Chapeau! Klasse organisiert!

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Sceptics in the Pub

Am 22. Oktober 2025 fand in Hamburg im Rahmen von „Sceptics in the Pub“ ein Vortrag des Physikers sowie gbs- und GWUP-Mitglieds Jan Sikora mit dem Titel „Einstein und die Religion“ statt.
„Sceptics in the Pub“ ist ein informelles, dezentrales Treffen von Skeptikern. Das Format wurde ursprünglich in Großbritannien populär und hat sich weltweit verbreitet. In Deutschland werden die meisten „Sceptics in the Pub“-Gruppen von aktiven GWUP-Mitgliedern oder regionalen GWUP-Gruppen ins Leben gerufen, organisiert und getragen.

Der Referent ging einer der populärsten Fragen der Wissenschaftsgeschichte nach: Glaubte Einstein an Gott, und wenn ja – an welchen? Schon zu Beginn stellte Sikora klar, dass berühmte Aussagen von Naturwissenschaftlern häufig missinterpretiert oder sogar verfälscht werden – etwa das weit verbreitete, aber erwiesenermaßen gefälschte Heisenberg-Zitat: „Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott“. Viele bemühen sich, große Geister wie Einstein zu religiösen Kronzeugen zu stilisieren.

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Ausflug zum Lern- und Gedenkort in Alsterdorf

Vor einiger Zeit schlug Tom Brandenburg bei einem unserer gbs&GWUPStammtischtreffen einen besonderen Ausflug vor: den Besuch des Lern- und Gedenkorts in Alsterdorf.
An einem schönen Augusttag war es soweit!
Insgesamt elf Teilnehmende – manche mit Fahrrädern – haben sich am Sonntag, dem 31. August um 16 Uhr vor der Kirche St. Nicolaus getroffen.

Wir haben uns für dieses Ziel entschieden, weil es einen wichtigen Einblick in die Geschichte der Euthanasie-Verbrechen während der NS-Zeit gibt. Dieser Ort erinnert auf eindringliche Weise daran, wie gefährlich es ist, wenn pseudowissenschaftliche Ideen und Ideologien über die Würde des Menschen gestellt werden. Das ist eine Lektion, die für uns als Humanisten besonders relevant ist.

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